Das Kultur- und Kreativlabor ist die dritte Säule der Kulturförderung des Kreises Stormarn. Neben dem innovativen Kulturfonds Stormarn und dem Förderprogramm Kultur und Schule bietet diese dritte Säule Qualifizierungsmaßnahmen, wie Fortbildungen und Workshops, für Kulturschaffende an. Themen und Schwerpunktsetzungen für diese Angebote werden zusammen mit den Kulturschaffenden des Kreises erarbeitet, um auf konkrete Bedürfnisse vor Ort eingehen zu können.
Generative KI kann heute in wenigen Sekunden Texte entwerfen, Bilder erzeugen, Ideen strukturieren und Kommunikationsmittel für unterschiedliche Zielgruppen anpassen. Für Kulturschaffende, Vereine und Institutionen eröffnet das reale Möglichkeiten. Gerade weil die Ergebnisse inzwischen häufig erstaunlich brauchbar sind, stellt sich jedoch eine weiterführende Frage: Was wollen wir in unserer Kommunikation tatsächlich an KI delegieren? Und was sollten wir weiterhin selbst formulieren, beurteilen oder miteinander aushandeln?
Der Impuls betrachtet generative KI deshalb nicht in erster Linie als neues Werkzeug, sondern als Anlass, die eigene Kommunikationspraxis zu überprüfen: Beim Formulieren werden Positionen geklärt, Prioritäten gesetzt und Beziehungen zur jeweiligen Öffentlichkeit gestaltet. Wenn KI an diesen Prozessen beteiligt ist, verändern sich auch die Bedingungen, unter denen eine eigene Stimme, glaubwürdige Haltung und kommunikative Verantwortung entstehen. Ausgehend von konkreten Situationen professioneller Öffentlichkeitsarbeit geht der Vortrag unter anderem folgenden Fragen nach:
Einige gut belegte Ergebnisse aktueller Forschung ergänzen die Praxisbeispiele. Sie zeigen, wann KI Arbeit schneller oder besser machen kann, warum die Zusammenarbeit von Mensch und KI nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt und weshalb menschliche Erfahrung und Urteilskraft wichtig bleiben. Auch mögliche Tendenzen zu sprachlicher und gestalterischer Gleichförmigkeit werden aufgegriffen.
Der digitale Impuls ist als strategischer und praxisnaher Denkanstoß angelegt. Er vermittelt weder Promptrezepte noch eine allgemeine KI-Schulung, sondern schafft eine Grundlage für die anschließende Diskussion über einen bewussten und verantwortbaren Umgang mit generativer KI in der eigenen Öffentlichkeitsarbeit.
Termin: Dienstag 27. Oktober 2026, 19 - ca. 20.00 h, digital
Anmeldungen: ticket@kreis-stormarn.de mit dem Stichwort KI und Öffentlichkeitsarbeit
Referent: Thies Schulz-Holland ist Volljurist und Kommunikationspraktiker. Seit fast 20 Jahren arbeitet er in der professionellen Öffentlichkeitsarbeit. Seine langjährige Erfahrung in der institutionellen Kommunikation verbindet er mit eigenen künstlerischen Projekten, in denen er intensiv mit generativer KI arbeitet. Ihn interessiert besonders, wie generative KI unsere Art zu arbeiten, zu gestalten und öffentlich zu kommunizieren verändert.
Mit dem EU-AI Act hat die EU ein umfassendes Gesetz zur Regulierung von KI-Systemen vorgelegt. Unternehmen wie auch gemeinnützigen Trägern wurde die Pflicht auferlegt, sich mit den neuen rechtlichen Anforderungen auseinanderzusetzen und diese in ihre Prozesse zu integrieren sowie Mitarbeitenden für die mit der Technik verbundenen Risiken zu sensibilisieren. Dieses Seminar vermittelt einen verständlichen und praxisnahen ersten Überblick über den EU-AI Act und seine zukünftigen Auswirkungen auf den beruflichen Alltag. Die Teilnehmenden lernen wichtige rechtliche, ethische und operative Anforderungen kennen und erhalten konkrete Handlungsempfehlungen für eine rechtskonforme und verantwortungsbewusste Nutzung von KI-Tools. Eine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne ist im Rahmen dieses Formates aber nicht möglich.
Die Inhalte im Überblick:
Termin: Dienstag 03. November 2026, 19 - 20.30 h, digital
Anmeldungen: ticket@kreis-stormarn.de mit dem Stichwort EU AI Act
Referent: Christian Korte M.A., Rechtsanwalt und Sozialwissenschaftler, Lehrbeauftragter an der DHBW für Social Media Recht, berät und referiert vornehmlich zu Themen der Neuen Medien im Kontext von Kunst und Kultur.
Die Museumszertifizierung Schleswig-Holstein bietet professionelle Beratung und Unterstützung durch eine einjährige Fortbildungsreihe, die für 10 Museen landesweit ermöglicht wird. Der Kreis übernimmt jetzt erstmals den notwendigen finanziellen Eigenanteil für Stormarner Museen, die sich bewerben möchten und dann zur Zertifizierung zugelassen werden.
Für den Großteil der zahlreichen ehrenamtlich betriebenen Museen in Stormarn war es bislang unmöglich, den vorgeschriebenen Eigenanteil für eine Förderung aufzubringen. Dadurch war für sie die Chance, durch die Museumzertifizierung professionell weitergebildet und beraten zu werden, unerreichbar. Für ein Museum pro Jahr übernimmt der Kreis den auf 1.000 € festgelegten Anteil und ermöglicht so, dass die Mitarbeiter:innen von Museumsexperten begleitet und zukunftsfähig gemacht werden: Von allgemeinen Fragen und Themen bis zur speziellen Fokussierung auf einzelne Problemstellungen der Museen können Impulse aufgegriffen werden. Interessierte Museen müssen sich im ersten Schritt bei der Museumszertifizierung SH bewerben und im Falle des Zuschlags bei uns in der Kulturabteilung melden.
Bisher zugelassene und von uns geförderte Museen: