Titelbild Reisetagebuch Apps

Digitale Reisetagebücher – zwei Apps im Schnelltest

Die Urlaubssaison hat begonnen und nach vielen Monaten zu Hause erweitert sich unser Bewegungsradius wieder. Viele nutzen die Sommerzeit zu Ausflügen oder Reisen. Wie wäre es, wenn ihr euch mit einem Reisetagebuch bleibende Erinnerungen an besondere Augenblicke und neue Erfahrungen schafft?

Text und Grafik von Juliane Ebert-Schulz

Ihr habt bestimmt schon einmal jede Menge Andenken an eine schöne Reise zusammengetragen. Diese können vielfältig sein – selbst gesammelte Muscheln oder Steine, Kleinigkeiten aus dem Souvenir-Shop oder die unzähligen Bilder und Videos, mit denen ihr alles festhaltet, was ihr erlebt habt.
Fast ein wenig aus der Mode gekommen ist da ein klassisches Reisetagebuch aus Papier. Es liegt nahe, statt dessen das Smartphone dafür zu nutzen, meist hat man es sowieso dabei.

Seit etlichen Jahren gibt es die Möglichkeit, solche Notizen und Erinnerungen auf „digitales Papier“ zu bringen – mit Reisetagebuch-Apps. Ich stelle euch hier exemplarisch zwei kostenlose Apps (mit der Möglichkeit, In-App-Käufe zu tätigen) vor. Vielleicht entdeckt ihr das digitale Reisetagebuch auch für euch und nutzt den nächsten Urlaub oder Ausflug, um diese oder ähnliche Apps auszuprobieren.

1. FindPenguins – Travel Tracker und Reisetagebuch

ab 12 Jahren verfügbar, ab 13 Jahren empfohlen

Das Münchener Unternehmen FindPenguins bietet mit der gleichnamigen App seit circa fünf Jahren eine Möglichkeit an, eure Reisen, Kurztrips oder längere Auslandsaufenthalte zu dokumentieren und/oder mit anderen wie beispielsweise Freunden und Familie zu teilen.

Die Grundversion der App ist kostenlos. Nach dem Download aus dem Apple- oder Google-Play-Store müsst ihr euch mit eurem Vor- und Nachnamen sowie einer E-Mail-Adresse registrieren. Dies ist auch über die Website der Firma möglich, wer es lieber mag, sich einen ersten Überblick am PC zu verschaffen. Nun kann es auch schon losgehen.
Da die App auch die Möglichkeit eines sozialen Netzwerkes bietet, könnt ihr euer Profil dementsprechend einrichten, gestalten und vor allem die Privatsphäre-Einstellungen sehr leicht handhaben. Ihr könnt anderen Usern folgen, ähnlich wie bei Facebook oder Instagram.

Zu Beginn legt ihr eine Reise an. Die Posts heißen in dieser App „Footprints“. Jeder Fußabdruck ist sozusagen ein Teil einer Reise, ein Ort oder ein Erlebnis, das ihr dokumentiert.
Innerhalb dieses „Footprints“ könnt ihr bei der kostenlosen Version sechs Fotos und ein Video einfügen. Notizen und Gedanken lassen sich natürlich als Text hinzufügen.
Stellt ein, wer diese Beiträge sehen darf, entweder andere FindPenguins-User oder alle, denen ihr den URL-Link schickt. Man muss nicht registriert sein, um euch zu folgen. Natürlich kann auch alles privat bleiben, dann habt nur ihr Zugriff.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den Travel Tracker aktiv einzuschalten und die Orte und eure Reiseroute automatisch aufzeichnen zu lassen. Wer bisher schon aktiv in den sozialen Medien ist, wird sich mit FindPenguins sehr schnell anfreunden können.

Ein tolles Andenken in Papierform könnt ihr euch auch noch erstellen lassen – in Form eines Buches, das sich in Sekundenschnelle erstellen und bestellen lässt. Je nach Format und Anzahl der Seiten kostet euch der Spaß zwischen 30 und 200 Euro. Alle Footprints einer Reise werden dort automatisch als Text mit begleitenden Bildern und Infos abgedruckt.

Fazit
FindPenguins ist für Smartphone-affine Menschen eine schöne Ergänzung, um geschriebene Reiseeindrücke und Erinnerungen passend zu diesen Bildern festzuhalten. Ihr bekommt außerdem von anderen Travelern Tipps und Inspiration für eure nächste Reise.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

2. Journi Blog – Reisetagebuch

ab 12 Jahren verfügbar, ab 13 Jahren empfohlen

Die nächste App, die ich euch vorstellen möchte, ist Journi Blog, mit welcher ihr ein Reisetagebuch oder einen Blog mit Fotos und Videos erstellen könnt.
Auch dieses Programm ist in der Basisversion kostenlos und ihr müsst euch zu Beginn registrieren.

Jede Reise ist eine "Journi". Nachdem ihr diese angelegt habt, könnt ihr Ereignisse hinzufügen. Pro Ereignis stehen euch dann bis zu 1000 Zeichen und maximal zehn Fotos zur Verfügung. Alle Ereignisse werden, wie schon bei FindPenguins, chronologisch geordnet.
Die Grundeinstellung setzt alle Journis erst einmal auf „privat“. Wenn ihr eure Erlebnisse teilen wollt, könnt ihr Freunde einladen oder den Link über alle gängigen sozialen Medien mitteilen.

Ein kleines Feature im Profil ist das Hinzufügen von „Stempeln“, die den Stempeln im Reisepass nachempfunden sind. Dort haltet ihr fest, welche Länder ihr schon besucht habt.

Natürlich dürfen Druckprodukte auch in dieser App nicht fehlen. Ob Fotobuch, eine Polaroid-Box als Einzelbildsammlung oder ein Kalender – alles ist mit wenigen Aktionen bestellbar, um so eine bleibende und sichtbare Erinnerung an das Erlebte zu haben. Ein Fotobuch kostet bei diesem Anbieter, wiederum abhängig von Format und Seitenanzahl, zwischen 22,99 und 296,99 Euro, einzelne Foto-Prints zwischen 0,29 und 2,99 Euro, eine Box mit Polaroid-Bildern 17,60 Euro (22 Bilder) und bei 77 Stück 41,58 Euro. Kalender sind für 19.99 bis 24,99 Euro zu haben.

Fazit
Journi Blog ist im Vergleich zu FindPenguins eine Spur intuitiver und schneller zu bedienen und bietet im Großen und Ganzen dieselben und wirklich schönen Funktionen einer umfassenden Reisetagebuch-App wie die zuerst beschriebene. Probiert es aus!

Abschließend ist zu sagen, dass natürlich jede Form der Reisedokumentation ein wenig Zeit und Muße erfordert. Ihr solltet Euch am Ende eines Tages eine Viertelstunde Zeit nehmen, das Erlebte in Ruhe aufzuschreiben, witzige Begebenheiten auszuformulieren und mit schönen und vor allem persönlichen Bildern zu „garnieren“. Diese Apps sind aus meiner Sicht nicht dafür gedacht, den Moment unmittelbar festzuhalten, denn dann ist man die ganze Zeit mit dem Smartphone statt mit der schönen Realität beschäftigt.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Reisen, Erholen, Entdecken, Dokumentieren, Zurückkommen und Freuen.

 

Der Text gibt die persönlichen Eindrücke und Empfehlungen der Autorin wieder, nicht notwendigerweise diejenigen von Kultur in Stormarn.
Kinder und Jugendliche sollten die Apps nur unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten nutzen.

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