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Oliver Mesch, Margot Danger, Volker Holm, Hanna Lucht und Ilse Drews bei einer der Vorstandssitzungen des Heimatbundes Stormarn.

Der Heimatbund Stormarn – ein Verein mit großem Engagement für seinen Landkreis

„Heimat ist bunt – Schleswig-Holstein ist Vielfalt!“ Unter dem Motto des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes (SHHB) arbeitet und wirkt der 1978 gegründete Heimatbund Stormarn, der Mitglied im Dachverband SHHB ist. Seit fast 50 Jahren engagieren sich die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereines, um die Geschichte, die Sprache und die Kultur Stormarns lebendig zu erhalten und zu fördern. StormUnity hat den Vorstand des Heimatbundes Stormarn besucht und dabei Menschen getroffen, die mit Begeisterung Heimatpflege in modernen Zeiten betreiben.

Cordula Eickmann

„Das alte Wort Heimat erfährt in unserer Zeit eine neue Definition. Für viele ist heute der Wohnort nicht mehr der Heimatort im klassischen Sinne. Aber es besteht ein zunehmender Trend zur Identifizierung mit dem Wohnort, seinen Besonderheiten und seiner Geschichte… Heimat ist da, wo man sein Heim hat.“, erklärt der Heimatbund Stormarn sein Verständnis von Heimat auf der Homepage des Vereines. Ausgehend von diesem Verständnis von Heimat haben es sich die ehrenamtlichen Mitglieder, allen voran der Vorstand, zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe von Veranstaltungen, Forschungsarbeiten, Exkursionen, historischen und naturkundlichen Rundgängen, Veröffentlichungen und Seminaren die Erhaltung von Sprache, Kultur und Umwelt aktiv zu unterstützen und zu bewahren.

„Es war mir immer ein Anliegen, mich mit der Geschichte des Kreises zu beschäftigen. Und ich bin jedes Mal wieder fasziniert, was alles möglich ist. Es gibt immer so viele neue Themen und neue Fragestellungen“, erklärt Gründungsmitglied Ilse Drews, zweite Vorsitzende des Vereines. Hanna Lucht, die im Vorstand Schriftführerin ist und zugleich zuständig für eine der größten Veranstaltungsreihen des Heimatbundes, den Plattdeutschen Herbst, kann ihre Motivation zur Mitarbeit im Verein kurz und knapp definieren: „Ich will, dass das Plattdeutsche nicht ganz stirbt!“ Auch Plattschnacker und Experte für Niederdeutsch Volker Holm sitzt mit am Tisch der Vorstandssitzung, auf dem Käsespieße, Salzstangen und Naschkram nicht fehlen dürfen. „Der langjährige Vorsitzende Helmut Peetz hat mich vor 26 Jahren zum Verein geholt. Ich betreue die Homepage und weiß, wie man ein Mikrofon hinstellt“, erzählt er schmunzelnd. Den Vorsitz des Vereines hat seit zwei Jahren der ehemalige Bürgermeister von Trittau Oliver Mesch inne, der als Historiker über die Mitarbeit für die Jahrbücher dazugestoßen ist. „Ich möchte Heimat erlebbar machen. Als Bürgermeister habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Menschen wissen wollen, woher sie kommen und wo sie leben“, sagt er. Und Margot Dauber, in deren Esszimmer sich der Vorstand an diesem Abend in Bargteheide trifft, kann auf ihre 15-jährige Erfahrung als Gästeführerin im Kreisgebiet blicken: „Führungen für unseren Verein von Reinbek bis Zarpen mache ich nach wie vor. Kürzlich kamen über 100 Leute zur Besichtigung des Eiskellers in Jersbek, darunter auch viele Pendler aus Hamburg, die auf ihren Arbeitswegen durch den Kreis fahren und sich für Lokales und Besonderheiten interessieren.“

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Oliver Mesch, Ilse Drews und Hanna Lucht präsentieren das Programm des Plattdeutschen Herbst 2026 und blicken in ihrem Jahresprogramm auf viele gelungene Veranstaltungen zurück.

Schwerpunkt an diesem Vorstandsabend sind der vor der Tür stehende Plattdeutsche Herbst, die Besprechung des Jahresprogrammes für 2027 und die Themen für das neue Jahrbuch, das jedes Jahr im Spätherbst erscheint und auf mehr als 160 Seiten in hochkarätigen Artikeln über die regionale Geschichte, Geographie, Literatur, Kunst und die plattdeutsche Sprache berichtet.

Für den 25. Plattdeutschen Herbst für Stormarn 2026, der im gesamten Kreisgebiet mit zwölf Veranstaltungen lockt, hat der Vorstand erneut ein buntes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. „Wir wollen eine Klammer für die vielen plattdeutschen Akteure in Stormarn sein und sie alle zur Geltung bringen“, betont Oliver Mesch. Mit „Platt is en Vergnögen“ geht es los am 3. Oktober im Kleinen Theater in Bargteheide gefolgt von der zentralen und größten Veranstaltung am 4. Oktober im KuB in Bad Oldesloe, wenn die Schauspielerin Sabine Kaack gemeinsam mit United Baroque das Siegfried Lenz Stück „Der Geist der Mirabelle“ aufführen wird, ein inszeniertes Schauspielkonzert und eine humorvolle, musikalisch-literarische Liebeserklärung an den Norden. Weitere Ausstellungen, Theaterabende und ein Gottesdienst verdeutlichen die Bandbreite lebendiger plattdeutscher Kultur in Stormarn.

Während das Jahresprogramm 2027 in der Schlussphase der Planung steckt, blicken Oliver Mesch und sein Vorstandsteam, deren Ziel es ist, einmal pro Monat eine Veranstaltung anzubieten, auf ein großartiges Jahresprogramm 2026 zurück. Museumsbesuche, Naturführungen, Fahrradtouren, literarische Nachmittage, ein Besuch zur Flussschifferkirche in Hamburg, historische Vorträge und ein Sommerfest im Jersbecker Barockgarten standen auf dem Programm. Gespannt sein darf man in diesem Jahr noch auf zwei weitere Abende mit dem Heimatbund: Unter dem Titel „Fledermäuse und Lost Places“ führt Referent Dirk-Peter Meckel in einem lebendigen Vortrag samt Bildpräsentation im Rathaus in Großhansdorf in die Welt der Flugkünstler ein. Und wer sich für mittelalterliche Geschichte interessiert, sollte sich die in Zusammenarbeit mit dem Kreisarchiv Stormarn stattfindende Veranstaltung „Bauer – Getreide – Herrschaft“ im Kreissitzungssaal des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe nicht entgehen lassen. Den Abschluss des Jahresprogramms 2026 bildet ein Adventskaffee für Mitglieder des Heimatbundes und Gäste in Timmerhorn.

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Die zentrale Veranstaltung des Plattdeutschen Herbstes 2026 findet im großen Saal des Kultur- und Bildungszentrums, kurz KuB, in Bad Oldesloe statt.

Der Erfolg des Heimatbundes Stormarn, der sich mit seinen derzeit 145 Mitgliedern vorwiegend über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert und seit fast fünf Jahrzehnten kontinuierlich das frühere und das heutige Leben im Kreis in vielen Schwerpunkten lebendig hält, basiert sicher auch von der Offenheit des Vorstandes. „Wir setzen auf Vernetzung und Kooperation und wirken zusammen mit vielen anderen Vereinen und Organisationen, von den Volkshochschulen und den Ortsvereinen über Kulturorte wie das Kleine Theater in Bargteheide, den Marstall in Ahrensburg oder das KuB in Bad Oldesloe. Auch einige Gemeinden und Städte sind bei uns Mitglieder und unterstützen unsere Arbeit“, fügt Hanna Lucht an. Und Volker Holm ergänzt: „Da wir keinen eigenen Veranstaltungsraum haben, müssen wir immer sehen, dass wir geeignete Locations und Leute vor Ort finden, die uns möglichst kostengünstig helfen.“ Eine Aufgabe, die der fünfköpfige Vorstand jedes Jahr aufs Neue meistert.

Wer Interesse hat, im Heimatbund Stormarn mitzuwirken oder Mitglied zu werden, erhält alle Informationen auf der Homepage www.heimatbund-stormarn.de. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen des Plattdeutschen Herbstes 2026, der vom 3. Oktober bis zum 26. Dezember stattfindet, ist ebenso auf der Website zu finden wie auch im Spätherbst das Jahresprogramm 2027.

Alle Termine auf einen Blick:

  • „Platt is en Vergnögen“
    Sonnabend, 3. Oktober 2026, 16 Uhr
    Bargteheide, Stadthaus, Am Markt

  • Sabine Kaack und United Baroque: „Der Geist der Mirabelle“
    Sonntag, 4. Oktober 2026, 17 Uhr
    Bad Oldesloe, KuB, Beer-Jaacov-Weg 1

  • „Plattdütsch in Glinn – Beteres kannst nich finn’n“
    Sonnabend, 10. Oktober 2026, 16 Uhr,
    Glinde, Kupermühle, Kupfermühlenweg 7

  • „Summernacht“
    Sonntag, 11. Oktober 2026 und Sonntag, 18. Oktober, jeweils 16 Uhr, Einlass 15 Uhr,
    Siek, im „Kotten“, Sieker Berg 9

  • Leben un Wark vun Edward Munch,
    Mittwoch, 14. Oktober 2026, 19 Uhr, 
    Bargteheide, Stadthaus, Am Markt

    Sonnabend und Sonntag, 17. Oktober um 19 Uhr und 1
    8. Oktober 2026 um 15.30 Uhr;
    sowie Sonnabend und Sonntag, 24. und 25. Oktober 2026, jeweils 19 Uhr,
    Jersbek, Gemeindezentrum Jersbek, Langereihe 1

  • „De neie Apparatspott“,
    Sonntag, 25. Oktober 2026, 11:30 Uhr,
    Trittau, Bürgerhaus, Europaplatz 7

  • „Leder vun Land un Lüüd“,
    Donnerstag, 5. November 2026,
    Todendorf, Mehrzweckhaus, Rönnbaum 14

  • „Altes Land“,
    Sonnabend, 7. November 2026, 20 Uhr,
    Bargteheide, Kleines Theater, Hamburger Straße 3

  • „Chaos im Bestattungshaus“,
    Sonnabend, 14. November und Sonntag, 15. November 2026, Beginn Sa. 19:30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), So. 15.00 Uhr (Einlass 13:30 Uhr),
    Lasbek, Gemeinschaftshaus, Alte Schule

  • „das bodenständige Nordlicht“,
    Freitag, 27. November 2026, 20 Uhr,
    Ahrensburg, Kulturzentrum Marstall, Lübecker Straße 8

  • Plattdeutscher Gottesdienst,
    Sonnabend, 26. Dezember 2026, 11 Uhr,
    Klein Wesenberg, Kirche, Am Kirchberg 1

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