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Wladimir Putin und Donald Trump singen Seite an Seite „We are the world“.

Trump, Putin und Co. singen für Frieden und globale Einheit: Das Woods Art Institute zeigt „FRIDA KOLLEKTIVE“

Den Besuchern des Woods Art Institute in Wentorf bei Hamburg eröffnet sich ein Kunst-Kosmos. Auf über 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind zu gleichen Teilen Werke von über modernen 200 Künstlerinnen und Künstlern sowie indigene Kunst zu sehen. Aktuell in die Sammlung Reinking des Kunstsammlers und Kurators Rik Reinking wurde das Musikvideo „FRIDA KOLLEKTIVE“ aufgenommen, eine Satire über die Doppelmoral der heutigen politischen Kommunikation und ein Appell an die Verantwortung des Einzelnen, Sprache als Instrument des Verständnisses und nicht der Spaltung zu nutzen.

Cordula Eickmann

„We are the world. We are the children. We are the ones who make a brighter day, so let’s start giving …“ Es sind Donald Trump, Wladimir Putin, Kim Jong Un, Recep Tayyip Erdogan. Benjamin Netanjahu, Ali Khamenei, Marine le Pen, Giorgia Meloni und viele andere Despoten und umstrittene politische Figuren, die den Welthit „We are the world“ von 1985 in dem Musikvideo „FRIDA KOLLEKTIVE“ singen. Die Liste derer, die für ihre Hassreden und ihre von Spaltung, Chauvinismus und Populismus geprägte Politik bekannt sind und die Welt in ein Desaster geführt haben, ist lang. Diesen Führern halten die Macher von „FRIDA“ den Spiegel vor und stellen damit so grundlegend wichtige Fragen, inwieweit Hass und Spaltung die frühere Vision globaler Solidarität überschattet und wie sich der Ton der internationalen Kommunikation entwickelt hat.

Zwei Künstlerkollektive haben für „FRIDA“ knapp 5000 Stunden öffentlich dokumentierter hasserfüllter Rhetorik dieser Staats- und Regierungschefs sorgfältig zusammengestellt und in eine hochentwickelte KI-Sprachsoftware eingespeist. In einem weiteren Schritt wurde mithilfe modernster Bildgenerierungswerkzeuge und KI-gestützter Lippensynchronisationstechnologie der dazugehörige Videoclip zum Leben erweckt. „Jede einzelne Tonspur wurde von professionellen Sängern eingesungen. Die Qualität ist das Beste, was man produzieren kann“, erläutert Rik Reinking. Die so entstandene Satire zeigt die Absurdität und die Doppelmoral der heutigen politischen Kommunikation auf und kritisiert provokant und wirkungsvoll das aktuelle politische Klima.

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Kunstsammler und Kurator Rik Reinking. (c) WAI

„Wir leben in einer Werte-Krise. Kunst und Kultur heilen, sind identitätsstiftend und prägend. Das FRIDA-Video kommt bei den Besuchern im WAI gut an. Sie sehen die Notwendigkeit einer solchen Gegenüberstellung. Die Leute lieben es!“, sagt Rik Reinking, der das Woods Art Institute ins Leben gerufen hat. Für ihn agiert Kultur nicht nur attraktiv und einnehmend, sondern zutiefst nützlich und sinnstiftend. Im WAI wird sie als existentieller Teil der Weiterentwicklung und des Verständnisses unserer Veränderung als Mensch verstanden. Mit der Übernahme des Musikvideos „FRIDA“ in die Sammlung Reinking setzt Rik Reinking ein weiteres klares Zeichen für die Bedeutung künstlerischer Positionen, die sich in Zeiten globaler Unsicherheiten und gesellschaftlicher Umbrüche mutig, klug und vielschichtig mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen. „Wir haben ‚FRIDA‘ am selben Tag, als es hier im WAI erstmals öffentlich gezeigt wurde und seitdem in Dauerschleife läuft, auch online auf unsere Homepage gestellt und viral in den Sozialen Medien veröffentlich. Es wurde sofort tausendfach angeklickt“, so Reinking weiter.

Doch nicht nur „FRIDA“ spiegelt diesen Ansatz des Kunstverständnisses im WAI, die Stimme der Kunst als Institution zu stärken und ihre Rolle als Raum der Reflexion, des Dialogs und der Freiheit zu betonen, wider. Viele Exponate moderner Künstlerinnen und Künstler im Woods Art Institute faszinieren und verstören zugleich, lassen Fragen aufkommen und Gedanken anregen. Um tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt vieler Kunstschaffender eintauchen zu können und damit selbst ins Denken zu kommen, lohnt sich eine Führung durch die Sammlung, die wechselnden aktuellen Ausstellungen und den großen Skulpturenpark. Zudem werden die Exponate der Sammlung Reinking einmal im Jahr ausgetauscht. Der nächste Querschnitt der Sammlung ist ab Mai 2026 zu sehen.

Alle Informationen zu den aktuellen Ausstellungen, zur Sammlung Reinking und zu den Öffnungszeiten finden sich auf der Homepage des WAI www.woodsartinstitute.com. Das Musikvideo „FRIDA KOLLEKTIVE“ ist auf Instagram zu sehen.

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