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Ballwerfer

Siegfried Assmann: Trittau

Erhaben steht ein nackter Knabe auf einem Podest und reckt sich nach einem Ball. Die lebensgroße Bronzefigur ist leicht abstrahierend, aber realistisch ausgearbeitet.

Beschreibung

Das Podest aus Beton ist rund eineinhalb Meter hoch und ist umgeben von zwei niedrigeren Betonquadern und einer in den Figurensockel integrierten Sitzbank, die zum Platznehmen einladen. Die raumgreifende Installation findet sich in Trittau auf dem Gelände zwischen Mühlau-Schule und der Sporthalle des TSV Trittau. Es ist ein Werk des Großhansdorfer Künstlers Siegfried Assmann, dessen Spezialität es ist, seine Bronzefiguren nicht nur als solche zu schaffen, sondern die Planung für das Umfeld gleich mitzugestalten. So entwarf er auch das Ensemble aus Betonelementen rundum, das er wiederum auf die Umgebung bezog - also auch auf Schule und Sportgelände, wo üblicherweise viele Menschen in den Pausen, beim Warten oder nach dem Sport dankbar sind für Sitzgelegenheiten. Assmann hat dabei auch gleich an ganze Gruppen gedacht. Speziell anlässlich des Neubaus der Sporthalle 1981 wurde dieses Kunstwerk angeschafft. Das Motiv des unbekleideten Sportlers stammt aus der Antike und hat ihre Wurzeln in der Kultur der Griechen und Römer. Der Künstler greift darauf zurück, stellt allerdings einen Sportler der Gegenwart dar, der einen Ball werfen will: "Es ist der Einwerfer, wenn der Ball im Aus war", erklärt der Bildhauer und fügt hinzu: "Ich hab sehr viele Sportler dargestellt, weil ich selbst viel Sport getrieben habe, solange ich das konnte."

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KioeR 2018 Trittau 5

Siegfried Assmann

1925 in Kirchplatz in Posen geboren, studierte er ab 1947 zunächst Malerei, Grafik und Wandgestaltung an der Hamburger Landeskunstschule bei Alfred Mahlau, Theo Ortner und Willi Breest. Assmann spezialisierte sich auf Fenstergestaltungen und Glasmalerei, bildete sich zudem bei Carolus Voigt als Bildhauer weiter. Bekannt sind seine Glasfenster in der Kreuzkirche von Hamburg-Ottensen und der Kieler Nikolaikirche wie auch sein Mahnmal für das ehemalige Kriegsgefangenenlager in Gudendorf. Assmann lebt in Großhansdorf und arbeitet auch noch im Alter von 91 Jahren - beispielsweise auf Baugerüsten an Bleiglasfenstern.

Mühlau-Grundschule und Sporthalle
Im Raum 25
22946 Trittau

Standort

Mühlau-Grundschule und Sporthalle

Im Raum 25
22946 Trittau

Radrundtour

Das Kunstwerk liegt an oder in der Nähe der Radrundrouten 17 und 19:
https://tourismus-stormarn.de/de/radrundtouren/in-die-stormarnsche-schweiz-5
https://tourismus-stormarn.de/de/radrundtouren/von-wasser-draht-und-kornmuehlen-38

Aufgestellt 1981. Zwischen Mühlau-Grundschule und Sporthalle, Im Raum 25, Trittau.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Assmann. https://siegfriedassmann.wordpress.com/. Otto Hergenhan, Trittau 1974-1981. Gemeinde Trittau 1983, S. 74, 95. Jens Rönnau, Open Air Galerie Kiel - Kunst und Denkmäler, Neumünster 2011, S. 166. Telefonat Rönnau/Assmann am 3.10.2016. Akten der Gemeinde Trittau. Akten des Kreises Stormarn.

(c) Text/Fotos Jens Rönnau