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Wir unternehmen einen Ausflug zum Hochseilgarten Lütjensee

Habt ihr Lust auf ein kleines Abenteuer in luftiger Höhe? Dazu müsst ihr nicht weit reisen, denn für so ein Vorhaben ist der Hochseilgarten Lütjensee mitten in Stormarn genau der richtige Anlaufpunkt.

von Martina Weber und Susanne Lyon

Foto © Martina Weber

Der Hochseilgarten hat nach der Corona-Pause wieder die gesamte Woche – bis auf Ausnahme von Montag – in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Unser Tipp: Plant am besten gleich einen Tagesausflug dorthin. Denn der Hochseilgarten ist alles andere als langweilig und bietet allerlei Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

Dazu gibt es drei Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Der Leiter Sascha Franck ist gelernter Industriemechaniker. Er hat die Anlage selbst gebaut und 2008 eröffnet. Seither wurden zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen und der Hochseilgarten weiter ausgebaut. In mühevoller Klein- und Großarbeit stellt Franck die Parcours selber her und richtet dabei sein besonderes Augenmerk auf die Sicherheitsvorkehrungen für die Besucher.

Wir erfahren von ihm, dass das Training im Hochseilgarten seinen eigentlichen Ursprung in der französischen Armee hat. Es wurde entwickelt, um den Teamgeist und die Verantwortung für einander zu stärken und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln.

Vor der Pandemie haben der begeisterte Teamtrainer Sascha Franck und seine Mitarbeiter auch Trainings beispielsweise für Kita-Gruppen oder Schulklassen angeboten.
Im Vordergrund steht, sich selbst und seine Fähigkeiten auf die Probe zu stellen und zu denken: „Ich schaffe das!“ Den Kopf auszuschalten, den ersten Schritt zu tun und einfach loszulegen.

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© Martina Weber

So weit die Theorie. Bei uns stand eher konstruktives Beratschlagen im Team an: Wie bewältigen wir die besonders trickreichen Hindernisse? Denn von 1,5 Metern bis zu 20 Meter Höhe warten 99 Hindernisse auf die Besucher.

Nachdem wir die ersten zwei Einstiegsparcours bewältigt haben und die Technik des Sicherungssystems und das Schwingen der Seile nicht mehr so ungewohnt sind, sind wir auf den Geschmack gekommen: Wir wollen mehr davon erleben.

Doch erst einmal legen wir eine Verschnaufpause ein. Gut, dass wir viel zu trinken und ein kleines Picknick eingepackt haben. An einer sehr schönen Stelle unter dem Dach der Bäume sind Holztische und Bänke aufgebaut. Beim Essen kann man ganz gemütlich die anderen ambitionierten Kletterer beobachten – auch für Nicht-Kletterer ein netter und vielleicht anspornender Anblick, um den Eigenversuch zu wagen.

Während wir rasten, läuft ein freundlicher und verspielter Hund zwischen den Bäumen herum. Wir erfahren, dass er einer Mitarbeiterin gehört. Manchmal kommt er vorbei und wir ergreifen die Gelegenheit, ihn ausgiebig zu kraulen und ein bisschen mit ihm zu spielen. Wer genug vom Klettern hat, kann einen Spaziergang in dem schönen Waldgebiet unternehmen, das direkt an den Hochseilgarten anschließt.

Und das sind unsere Erfahrungen dieses ereignisreichen Tages in Kurzform:

Unser Fazit: Wir sind fünf Kletterer unterschiedlichen Alters – und alle hatten Spaß.

Wir waren auf drei verschiedenen Höhen unterwegs. Team I bestand aus zwei Mädchen im Alter von zehn und zwölf Jahren. Diese beiden hatten zuvor bereits Erfahrungen in anderen Hochseilgärten gemacht und liefen zielstrebig auf die fünf Meter hohen Parcours zu.

Beide sagten am Ende des Tages, dass es ihnen super gefallen habe. Die eingebaute Kletterwand erwies sich jedoch als große Herausforderung und brachte beide zu Fall. Dank ihrer Gelenkigkeit konnten sie sich aus eigener Kraft aus der misslichen Lage befreien und die nächste Plattform erreichen.

Als Sascha Franck davon erfuhr, war er ein bisschen enttäuscht. Wir hatten vergessen, was er eingangs zu uns sagte: „Ich bin immer für euch erreichbar. Wenn es Probleme gibt, müsst ihr mich nur rufen.“ Offenbar wären die zwei aus dieser Situation mit Hilfe seiner Anweisungen ganz leicht herausgekommen, ohne sich so verbiegen zu müssen.

Team I fand seinen in drei Schwierigkeitsgrade gestaffelten Parcour und eine supercoole Seilbahn zum Abschluss dennoch einfach „mega“.

Team II bestand aus uns beiden Autorinnen und einem Mädchen im Alter von sechs Jahren. Wir waren auf der Höhe von drei bis fünf Metern unterwegs. Auf einer Strecke über 600 Meter mit ineinandergreifenden Schwierigkeitsgraden hatten wir ein ausgiebiges, sehr großflächiges Kletterterrain.

Für uns war es die erste Erfahrung dieser Art und es erschien uns ganz schön hoch. Wir waren erstaunt, was wir trotz unseres ungeübten Zustands schafften und konnten uns bei so herausfordernden Aufgaben wie einem Bobby-Car oder Schlitten auf Seilen gegenseitig Mut zusprechen. So manches Mal ging die Jüngste den Erwachsenen voran. Das war besonders eindrucksvoll.

Die höchste Stelle des Gartens liegt in 20 Metern Höhe und soll einen fantastischen Ausblick haben. Da wir sie dieses Mal noch nicht erklommen haben, kommen wir ganz bestimmt wieder. Wir haben uns von Sascha Frank und seinem netten Team gut betreut gefühlt.

Falls ihr jetzt auch Lust bekommen habt, eure eigenen Erfahrungen mit dem Klettern zu machen, dann los. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Hochseilgarten Lütjensee, Sieker Landstraße (Rastplatz, Parkbucht)

Öffnungszeiten in den Ferien SH und HH: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18.30 Uhr, außerhalb der Ferien: Freitag bis Sonntag von 10 bis 18.30 Uhr (Dienstag bis Donnerstag auf Anfrage), Montag geschlossen, aber an allen Feiertagen (auch Montag) geöffnet. Letzter Einlass: 17.00 Uhr.

Kartenpreise, Bedingungen und Benutzerregeln: hochseilgarten-luetjensee.de/

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